Selbsthilfegruppe Disabled and Queer


Disabled and Queer (DAQ) ist eine Selbsthilfegruppe für alle queeren Jugendlichen, die eine Neurodivergenz, psychische und/oder physische Krankheiten bzw. Störungen und Behinderungen haben oder bei denen der Verdacht darauf besteht.

DAQ richtet sich dabei nicht nur an Menschen mit sichtbaren Behinderungen, sondern an alle queeren Jugendlichen, die von einem Safe-Space profitieren können, in dem sie sich über ihre Erfahrungen mit (psychischen und physischen) Krankheiten, Neurodivergenzen und (sichtbaren und unsichtbaren) Behinderungen austauschen können.

Komm vorbei!

DAQ richtet sich unter anderem an Menschen mit …

Behinderungen

  • sichtbare Behinderungen (z. B. Gehbehinderung, Sehbehinderung, Gehörlosigkeit etc.)
  • unsichtbare Behinderungen (dynamische Behinderungen, die z. B. durch chronische Schmerzen, Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen etc. verursacht werden)

Neurodivergenz

Autismus, ADHS, Tourette-Syndrom, Legasthenie etc.

Chronischen Krankheiten

Asthma, Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Angststörungen, Herzkrankheiten, Rheuma, Zwangsstörungen, Schlafstörungen, Epilepsie, chronische Erschöpfung, Diabetes, durch Trauma bedingte Krankheiten …

Keine Diagnose?

Auch dann bist du herzlich willkommen!
Wenn du dich fragst, ob das etwas für dich ist, komm einfach vorbei! Oft ist man sich nicht sicher, ob man zu Spaces gehört. DAQ steht auch Menschen ohne offizielle Diagnose offen. Niemand wird dich nach deiner Diagnose fragen, es sei denn, du möchtest darüber sprechen. Denn DAQ ist ein Safe-Space dafür!

Queer und Behindert. Definition Behinderung. Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können. (Quelle: 9. Sozialgesetzbuch (§ 2 Abs. 1 SGB IX)) Häufigkeit von Behinderung. Studien zeigen, dass queere Personen häufiger von Behinderungen betroffen sind als die Allgemeinbevölkerung. Es wird geschätzt, dass 33,3 bis 45,5 % der queeren Personen im Vergleich zu 24,0 bis 27,2 % der Allgemeinbevölkerung von Behinderungen betroffen sind. (vgl. Fredriksen-Goldsen KI, Kim HJ, Barkan SE. Disability among lesbian, gay, and bisexual adults: disparities in prevalence and risk. Am J Public Health. 2012 Jan; PMID: 22095356) Häufigkeit von Behinderung. 2 von 5 trans* Erwachsenen haben eine Behinderung³. 1 von 4 LSB-Erwachsenen haben eine Behinderung⁴. ³ vgl. James, S. E., Herman, J. L., Rankin, S., Keisling, M., Mottet, L., & Anaf, M. (2016). The Report of the 2015 U.S. Transgender Survey. Washington, DC: National Center for Transgender Equality. ⁴ In Kalifornien. vgl. MAP analysis of 2016 California Health Interview Survey) Häufigkeit von Behinderung. Eine Tabelle zeigt Prozentwerte für drei Kategorien (Allgemein, Kognitive Behinderung, Mobilität) aufgeteilt nach LSBTQ+ gesamt, trans* Menschen, cis LSBQ+ Menschen und Nicht-LSBTQ+. Allgemeine Behinderung: 36% / 52% / 35% / 24%. Kognitive Behinderung: 25% / 35% / 24% / 9%. Mobilität: 10% / 19% / 10% / 12%. Quelle: Reported Disability Among U.S. Adults by Sexual Orientation and Gender Identity (2020). Gesundheitsversorgung. Queere behinderte Menschen haben auch erschwerten Zugang zu einer Gesundheitsversorgung, die zugänglich, diskriminierungsfrei und inklusiv ist. Dies ist oft auf die Unsicherheit des medizinischen Personals sowie auf fehlende Fortbildungsangebote zurückzuführen. (vgl. Kahl, Kristin; Kurz, Charlotte; Martin, Mirjam: Geschlechtervielfalt: Versorgung aller sicherstellen. Deutsches Ärzteblatt 2022; 119(38): A-1566 / B-1312) Mental Health. Studien haben gezeigt, dass queere Menschen aufgrund der negativen Auswirkungen von Diskriminierung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer psychischen Störung im Laufe ihres Lebens konfrontiert sind. Dazu zählen Stimmungsstörungen wie Depressionen, Angstzustände und Störungen durch Drogenkonsum. (⁸ vgl. Medley, G. et al. (2016). Sexual Orientation and Estimates of Adult Substance Use and Mental Health: Ergebnisse von 2015 National Survey on Drug Use and Health. NSDUH Datenbericht; Russell, S. T. and Fish, J. N. (2016). Mental Health in Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender (LGBT) Youth. Jahresbericht Clinical Psychology 12:465-487.)